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Doppelte Freude: Zwillinge zum Jahresende

Zwei Wonneproppen liegen eng aneinander, die Gesichter zugewandt in dem kleinen Bettchen in Zimmer 4 auf der Station Eben Ezer 1. Annabella Sophie Marianne und Knut Jonathan Emil kamen am 1. Weihnachtstag im Krankenhaus Marienstift zur Welt. Die beiden sind eine von insgesamt 927 Geburten im Jahr 2016.

Die Zwillinge sind mit einer Größe von je 51 Zentimeter und 3420 Gramm bzw. 3195 Gramm Startgewicht völlig im Normalbereich eines Neugeborenen. Das ist nicht selbstverständlich und freut natürlich auch die glücklichen Eltern Natalie und Frank Rüther. „Dass es den beiden so gut geht, verdanken wir dem Team hier, die an den Feiertagen für uns da waren“, bedankt sich Natalie Rüther. Denn eigentlich wollte sie eine normale Entbindung, wie bei den anderen Kindern zuvor auch. Aber dann kam alles anders: Nach einem Blasensprung musste Natalie Rüther schnellstens mit dem Krankenwagen ins Marienstift gefahren werden. Wie sich heraus stellte, bedrohte eine Plazentaablösung das Leben von Mutter und Kindern. Es musste schnell gehen: Mit einem Kaiserschnitt wurden die Christkinder auf die Welt geholt. „Ich habe Angst gehabt“, so Natalie Rüther noch immer bewegt. Doch die Angst wurde ihr genommen. „Trotz der Hektik und Schnelligkeit, in der alles passieren musste, strahlten alle helfenden Hände eine besondere Ruhe und Sicherheit aus.“ Frank Rüther bestätigt das Empfinden seiner Frau: „Die Betreuung, ob von Ärzten, Hebammen oder Pflegekräften ist einfach super. Alle sind hier mit Herz und Seele bei der Arbeit. Man ist hier nicht einfach eine Nummer, sondern wird als Mensch wahrgenommen.“ Und dann erzählt Natalie Rüther, was sie besonders toll fand, als sie sich weit vor der Geburt im Marienstift vorstellte: „Da hat mich doch tatsächlich die Hebamme wieder erkannt, bei der ich hier schon meine zwei Söhne vor Jahren entbunden habe. Das hat mich unheimlich gefreut! Ich hatte gleich wieder Vertrauen und habe mich richtig aufgenommen gefühlt.“

Nathalie und Frank Rüther sind nämlich bereits Vater und Mutter von fast erwachsenen Kindern aus früheren Beziehungen. Er brachte einen Sohn (23) und eine Tochter (22) in die Ehe. Natalie Rüther hatte bereits zwei Söhne (14 und 20) und eine Tochter (16), die nun zur Großfamilie gehören. „Wir waren fest entschlossen auch gemeinsam ein Kind zu bekommen“, erzählt Frank Rüther. „Dann ging alles schneller als gedacht und doppelt mit Zwillingen“, strahlt er. Nun sind sie eine große Patchwork-Familie, in der es sogar schon eine Enkeltochter gibt, die im Januar ein Jahr alt wird. „Damit ist die Nichte älter als ihre Tante und ihr Onkel“, lacht Natalie Rüther.

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